Lange Reihen

Folgende Beobachtungsgrössen sind in Form langer Reihen abbrufbar:
  • Monatliche Witterungsberichte für 1764-1790 sowie 1820-1889 als Überblicksinformation (Serie 1): Die bisher nur im Druck verfügbaren monatlichen Witterungsberichte der heutigen MeteoSchweiz und ihrer Vorläuferinstitutionen (1861-1999) wurden für Euro-Climhist digitalisiert und sind derzeit bis 1889 abrufbar. Von 2000 an sind die monatlichen Klimaberichte auf der Home-Page von MeteoSchweiz greifbar.
    Für die Zeit zwischen 1878 bis 1881 wurden allein Messungen publiziert, selbst in der Presse, weil damals in der Meteorologie allein Zahlenreihen in Mode waren. Deshalb fehlen beschreibende Berichte für diese vier Jahre. Zudem verfassten Privatpersonen regionale monatliche Witterungsberichte für die Perioden 1764 bis 1790 sowie 1820 bis 1860.
  • Zeitreihen der monatlichen Zahl der Tage mit Niederschlag (Serien 2-7): Zürich-Winterthur 1684-1738, 1864-2011; Basel 1755-1804, 1826-2011; Genf 1768-2011; Bern 1800-1827, 1864-2011.
  • Messreihen der monatlichen Niederschlagssumme (Serien 8-10): Bern ab 1760; Genf ab 1778 (nicht homogenisiert); Zürich 1708-1712, 1717-1731, 1740-1746, 1750-1754, 1836-1852, 1858-2011. Angaben in mm.
  • Messreihen der monatlichen Mitteltemperatur (Serien 11-13): Neuchâtel-Genf ab 1753, Basel ab 1755, Grosser St. Bernhard 1819-1960. Angaben in °C.
  • Datum der Weinlese im Mittelland 1501-2011 (Serie 14): Dieses Datum hängt im Wesentlichen von den Temperaturen von April bis Juli ab. Datumsangaben in Form „Tag ab Neujahr“ [z.B. Tag 244 = 1. September] (Serie nach Wetter, Pfister 2013).
  • Datum der Roggenente im Mitteland 1501-1970 (Serie 15): Dieses Datum hängt im Wesentlichen von den Temperaturen von März bis Juli ab. Datumsangaben in Form „Tag ab Neujahr“ (Serie nach Wetter, Pfister 2011).
  • Datum der Vollblüte der Kirschbäume im Mittelland 1721-2015 (Serie 16): Dieses Datum hängt im Wesentlichen von den Temperaturen im März und April ab. Datumsangaben in Form „Tag ab Neujahr“ (Serie nach Rutishauser, Studer 2007).
  • Datum der Blattentfaltung und der ersten Blüte der Rosskastanie 1808-2012 (Serie 17): Dieses Datum hängt im Wesentlichen von den Temperaturen im März und April ab. Die Blattentfaltung in Genf ist durch die massive Erwärmung in der Stadt verfälscht. Datumsangaben in Form „Tag ab Neujahr“ (Serie nach Stoller, Beer 1994 sowie der Webseite "Marronnier officiel").
  • Beschreibungen der täglichen Witterung 1545-1576, 1684-1863 (Serien 18-24): Systematische tägliche Wetterbeobachtungen zur Himmelsbedeckung, zum Niederschlag, zur gefühlten Lufttemperatur sowie zur Windrichtung und -stärke (vor 1755 teilweise unsystematisch und lückenhaft).
  • Getreide- (Dinkel-)Preise in Zürich 1540-1877 (Serie 25): Getreidepreise hängen von verschiedenen Faktoren ab. Die – vorwiegend witterungsbedingte – Grösse der Ernte ist nur einer davon. Angaben in Gramm Silber pro Kilogramm (Serie nach Studer 2015).
  • Eisbedeckung von kleinen und mittleren Seen 1901-2006 (Serie 26): Diese hängt im Wesentlichen von den Temperaturen in den vorangehenden Wochen im Spätherbst und Winter ab. Datumsangaben in Form „Tag ab Neujahr“ (Serie nach Hendricks-Franssen, Scherrer 2008).
  • Grösse der Weinernten im Mittelland 1529-1825 (Serie 27): Diese ist vor allem von den Temperaturen im Juni und Juli abhängig. Angabe der Abweichungen vom Trend in Prozent (Serie nach Pfister 1981).
  • Überschwemmungen des Lago Maggiore (Serie 28): Datumsangaben in Form „Tag ab Neujahr“.
  • Pfister-Temperatur-Indizes (provisorische Datensynthese) (Serie 29): Geschätzte Grössenordnung der Monatsmitteltemperatur.
  • Pfister-Niederschlags-Indizes (provisorische Datensynthese) (Serie 30): Geschätzte Grössenordnung des Monatsniederschlags.
  • Auftaudaten des St. Moritzersees 1832-2015 (Serie 31): Datumsangaben in Form „Tag ab Neujahr“ (Serie nach Livingstone 2000).
  • Jahrringbreiten aus dem Lötschental 755-2004 (Serie 32): Diese Befunde hängen teilweise von den Temperaturen von Juni bis August ab. Angaben in mm (Serie nach Büntgen et al. 2006).
  • Jahrringdichten aus Lötschental 755-2004 (Serie 33): Diese Befunde hängen teilweise von den Temperaturen von Juni bis September ab. Angaben in g/cm3 (Serie nach Büntgen et al. 2006).
  • Quasi-tägliche Beobachtungen von Fischingen (TG) 1616-1651 (Serie 34): Diese Beobachtungen liegen nur für Abschnitte des Jahres vor und weisen grosse Lücken auf.

 

Ausblick auf weitere Serien:

  • Weitere Beschreibungen von meteorologischen Schadenereignissen (Sturm, Hagel, Gewitter, Überschwemmungen), von klimatologischen Schadenereignissen (Hitze, Frost, Nässe, Dürre, Trockenheit, Schneebedeckung) sowie von hydrologischen, nivologischen und geomorphologischen Gefahren (Hochwasser, Lawinen, Erdrutsche etc.), vorwiegend für die Zeit vor 1863.
  • Weitere Beschreibungen des Blüte- und Reifezeitpunkts von (Kultur-)Pflanzen: Neben zahlreichen Einzelbeobachtungen in Extremjahren existieren kürzere Reihen von verschiedenen Pflanzen in verschiedenen Landesteilen, etwa des Schneeglöckchens und der Rebenblüte in Hallau (SH) 1882-1995.
  • Qualitative Beschreibung des Zuckergehalts des Weins.
  • Beschreibungen der Schneebedeckung: Längere Zeitreihen ab 1684 existieren aus verschiedenen Gegenden der Schweiz, ebenso systematische Aufzeichnungen der sommerlichen Schneefälle im Berggebiet (unter ca. 2000 m) aus verschiedenen Gegenden der Schweiz sowie zum Stand von Alpengletschern.
  • Beschreibungen von Wetterzeremonien (Prozessionen, Gebete).
  • Weitere Daten zur Grösse und Qualität der Getreide-, Wein-, Heu- und Obsternten sowie zu Lebensmittel- und Getreidepreisen.
  • Soziopolitische Daten: Hungers- und Futternöte sowie eine breite Palette von individuellen und obrigkeitlichen Massnahmen.